Aneurysma Therapie für Patienten aus der Region Köln

Sie bleiben lange unbemerkt, können ein Leben lang stumm bleiben oder aber schlagartig platzen: Aneurysmen

Aneurysma Therapie für Patienten aus der Region Köln
Ein Aneurysma ist eine Gefäßaussackung. (Bildquelle: © John Smith – Fotolia)

KÖLN / SIEGEN. Aneurysmen werden oft als „tickende Zeitbombe im Kopf“ bezeichnet. Die Diagnose ist oftmals ein Zufallsfund. Diagnose, Beratung und Therapie von Patienten, bei denen eine Veränderung der Hirngefäße festgestellt wurde, fallen in den Zuständigkeitsbereich der vaskulären Neurochirurgie. Ein Aneurysma ist eine spindelförmige oder auch sackförmige Veränderung eines Gefäßes. Platzt ein Aneurysma – der Neurochirurg spricht hier von einer Ruptur – entsteht unmittelbar eine lebensbedrohliche Situation. Die Diagnostik umfasst in einem ersten Schritt eine Computertomografie, die die Gefäße im Kopf sehr genau darstellt. In der Regel erfolgt zudem eine Katheterangiographie, ein sehr genaues Verfahren, bei dem die Gefäße nach der Zugabe eines Kontrastmittels sichtbar werden. Die Katheterangiographie erlaubt auch eine dreidimensionale Darstellung der Gefäße.

Aneurysma Diagnose am Diakonie Klinikum Jung Stilling im Einzugsbereich Köln

„Je präziser die Diagnose, umso besser kann die nachfolgende Behandlung geplant werden“, so Professor Dr. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Jung-Stilling Krankenhaus im Einzugsbereich von Köln / Bonn. Da das Risiko einer erneuten Blutung groß ist, muss ein Aneurysma schnellstmöglich aus dem Blutkreislauf ausgeschaltet werden. In der Neurochirurgie wird grundsätzlich zwischen zwei Behandlungsmethoden unterschieden. „Zunächst besteht die Möglichkeit, das Aneurysma kathetergestützt zu versorgen. Bei diesem endovaskulären Verfahren („Coiling“) werden im Rahmen einer Angiographie Platinspiralen in die Aussackung eingebracht, wodurch das Aneurysma vom Blutkreislauf ausgeschlossen wird.

Behandlung eines Aneurysmas hängt von Ausprägung und Lage der Gefäßaussackung ab

Ein weiteres operatives Verfahren: Ausschaltung des Aneurysmas mit einem Clip. Die Möglichkeiten, die der neue Hybrid OP am Diakonie Klinikum in Siegen bei der Therapie von Aneurysmen bietet, sorgen für bestmögliche Behandlungserfolge“, so der Neurochirurg Prof. Dr. Veit Braun. Die Entscheidung, welche Behandlung eines Aneurysmas in Frage kommt, hängt vor allem von der Ausprägung und der Lage der Gefäßaussackung ab. Nach der Operation werden Patienten intensivmedizinisch betreut.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

Kontakt
Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik
Prof. Dr. med. Veit Braun
Wichernstraße 40
57074 Siegen
02 71 3 33-43 82 oder -42 21
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Region Köln: Aneurysma Diagnose und Therapie

Diagnose Aneurysma trifft Patienten oft überraschend – was kann man tun, wenn ein Gefäß zu platzen droht?

Region Köln: Aneurysma Diagnose und Therapie
Aneurysma: Aussackung an der Arterie. (Bildquelle: © Jenny Sturm – Fotolia)

SIEGEN / KÖLN. Die Diagnose Aneurysma kommt für Patienten oftmals aus heiterem Himmel. Viele Betroffene haben vorher noch nie etwas von diesem Krankheitsbild gehört. Im Gespräch mit dem Arzt und nach einer ausführlichen Recherche im Internet erfahren Patienten mehr über das Krankheitsbild. Patienten – vorwiegend aus dem großen Einzugsbereich Köln – finden den Weg zur Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Aneurysmen sind selten und können grundsätzlich überall im Körper auftauchen. Treten sie auf, dann können sie tickende Zeitbomben sein. Nur etwa zwei bis vier Prozent der Menschen in Deutschland sind von einem Aneurysma betroffen. Genaue Zahlen gibt es nicht – die Diagnose ist in der Regel ein Zufallsfund und nicht jedes Aneurysma ist derart ausgeprägt, dass es therapiert werden muss.

Aneurysma Therapie in der Region Köln: Woher kommen die Aussackungen an Arterien?

Krankhafte Veränderungen an Blutgefäßen im Gehirn können zu ballonförmigen Aussackungen führen. Platzt eine solche Aussackung, dann ist eine Hirnblutung die Folge. Betroffene befinden sich unmittelbar in Lebensgefahr. Jeder zweite Mensch überlebt diesen Notfall nicht. Überlebende tragen nicht selten schwerste Behinderungen davon. „In erster Linie sind Aneurysmen Zufallsfunde. Ob und wann es zu einer Blutung, einer sogenannten Ruptur, kommt, lässt sich nicht sicher voraussagen. Eine Therapie will wohl überlegt sein – je nach Lage des Aneurysmas kann eine Operation Komplikationen verursachen“, so Prof. Dr. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen.

Mit Simulationen, die auf präziser Diagnostik beruhen, Aneurysma Therapie ermitteln

Auch mit Hilfe von Simulationen, die auf der Grundlage einer präzisen Diagnostik beruhen, wird die passende Therapie ermittelt. Wie kann sich ein Aneurysma ausbilden? Diese Frage richten Patienten, die vorwiegend aus der Großregion Siegen, Köln, Bonn kommen, regelmäßig an ihre Therapeuten. „Aneurysmen können sich im Laufe des Lebens ausbilden. Sie können aber auch angeboren sein. Ein Herzinfarkt, eine Arteriosklerose, umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt, übermäßiges Rauchen und Alkoholgenuss oder Bluthochdruck können verantwortlich sein für ein Aneurysma“, so der Neurochirurg Prof. Dr. Veit Braun.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

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Damit es nicht zu einer Ruptur der Aorta kommt

Warum die Vorsorgeuntersuchung an der Aorta für Männer über 65 Jahre sinnvoll ist

Damit es nicht zu einer Ruptur der Aorta kommt
Lebensbedrohlich: Wenn eine Aorta einen Riss hat. (Bildquelle: Aliaksei Smalenski – Fotolia)

SIEGEN. Eine Ruptur der Aorta, also ein Riss in der Hauptschlagader des menschlichen Körpers, ist eine lebensbedrohliche Situation für die Betroffenen. Das Team der Gefäßchirurgen unter der Leitung von Dr. Ahmed Koshty im Diakonie Klinikum Jung Stilling in Siegen möchte daher insbesondere Risikopatienten sensibilisieren, sich einer vorsorgenden Untersuchung an der Aorta zu unterziehen. Vor allem Männer ab 65 Jahren gehören zur besonders gefährdeten Patientengruppe. Mit einer einfachen Ultraschall-Untersuchung als Screening, die seit Kurzem bei Männern über 65 Jahren zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört, lässt sich eine Erweiterung der Aorta als Risikofaktor früh erkennen. In der Gefäßchirurgie in Siegen wird diese Untersuchung angeboten.

Wenn es zu einer Ruptur der Aorta kommt, ist schnelle Hilfe wichtig

Die Gefäßchirurgie zählt vor allem Raucher und ehemalige Raucher zur Risikogruppe für einen Riss in der Aorta. Meist treten dann plötzlich heftige Bauch- oder Rückenschmerzen auf. Große Mengen Blut können dann je nach Position der Ruptur in den Brust- und Bauchraum fließen. Die Folge kann ein Herz-Kreislauf-Schock sein – ein lebensbedrohlicher Zustand: Nur etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Betroffenen erreichen lebend eine Klinik und nur etwa die Hälfte dieser Patienten kann durch eine Notfall-OP gerettet werden. Die Gefahr, dass eine Ruptur entsteht, ist vor allem bei Patienten mit einem Aortenaneurysma, also einer Aussackung der Gefäßwand sehr hoch. Je größer der Durchmesser der Hauptschlagader, desto höher die Rupturgefahr. Wie können Patienten einer solchen Situation vorbeugen? „Wer mit dem Rauchen aufhört, kann das Risiko einer Ruptur der Aorta senken“, betont Dr. Ahmed Koshty. Zugleich empfiehlt er die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen.

Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung an der Aorta ab?

In Großbritannien und den USA ist die vorsorgende Untersuchung an der Aorta weiter verbreitet als in Deutschland. Mit einer einfachen Screening-Untersuchung können die Gefäßchirurgen die Aorta untersuchen und prüfen, ob in einem bestimmten Bereich eine Aussackung oder Erweiterung des Gefäßes (Aortenaneurysma) vorliegt. Die Untersuchung erfolgt mittels Ultraschall (Sonographie). Hierbei besteht keine Strahlenbelastung und die Verwendung von Kontrastmittel ist nicht notwendig. Wird dabei ein Aneurysma entdeckt, wird der Arzt je nach Größe weitere diagnostische oder therapeutische Schritte bzw. Verlaufskontrollen in Absprache mit dem Patienten planen.

Bei Dr. med. Ahmed H. Koshty, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, liegt der Schwerpunkt auf der Therapie aller Erkrankungen der Aorta. Die Klinik ist in einem Wachstumsprozess und arbeitet eng mit Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapeuten zusammen.

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Diakonie in Südwestfalen gGmbH
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ADETE – Innovative Lösungen in Kunststoff-Bauweise

ADETE - Innovative Lösungen in Kunststoff-Bauweise
Neues Leichtbau-Achsmodul für Trailer in Faserverbundbauweise mit 9 Tonnen Tragkraft (Bildquelle: BPW)

Der Kunststoff-Entwicklungsspezialist ADETE – Advanced Engineering & Technologies GmbH, Kaiserslautern, präsentiert zur diesjährigen COMPOSITES EUROPE zwei innovative Kunststoff- und Faserverbund-Leichtbau-Lösungen für zwei sehr unterschiedliche Branchen: Konkret handelt es sich um ein GFK-Luftfedermodul für Nutzfahrzeuge sowie um einen Aneurysmen-Clip für die Neurochirurgie. Damit stellt das international tätige Unternehmen ADETE erneut seine außerordentliche Kompetenz als hoch spezialisierter Entwicklungsdienstleister für Metallsubstitutionen auch für hoch belastete Bauteile unter Beweis. Das Tätigkeitsfeld reicht von bilateralen Projekten für die Gas- und Ölwirtschaft in Osteuropa über die Marine- und Fahrzeugtechnik bis hin zu internationalen Forschungsprojekten für die Medizintechnik. Seit Jahresbeginn ist ADETE eine Tochtergesellschaft der BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft und damit Teil der BPW Gruppe, einem des führenden Anbieter in der Nutzfahrzeugbranche. Dies erleichtert den Kaiserslauterern den Zugang zu erkennbar größer werdenden Entwicklungsprojekten im zunehmend wachsenden Kunststoff- und Faserverbundbereich ganz wesentlich.

Eine Innovation stellt die Entwicklung eines neuartigen Luftfedermodul für schwere Nutzfahrzeuge in Kunststoffleichtbauweise für neun Tonnen Tragkraft dar. Gegenüber einem Luftfedermodul aus Metall ließ sich eine Gewichtsersparnis von mehr als 20 Prozent erzielen. Daraus ergibt sich bei einem Dreiachsaggregat eine Nutzlasterhöhung von über 200 Kilogramm. Bei der Entwicklung galt es vor allem, die hohen Beanspruchungen durch Lastwechsel, Erschütterungen, Stoßbelastungen durch unebene Fahrbahnen sowie Außeneinflüsse wie Steinschläge zu berücksichtigen. Eine hohe mechanische Robustheit war daher ein unbedingtes Muss. Dazu setzten die Kaiserslauterer ihre bewährte systematische Bauweisenanalyse und numerische Simulation ein, um die Auslegung sowie Funktionstüchtigkeit zu ermitteln und zu belegen. Aus diesen Kennzahlen entstand ein Lastenheft, das auch die Werkstoff- und Verfahrensauswahl sowie die Bauteileprüfung und die Kostenanalyse einschloss. Die BPW Gruppe setzt vermehrt auf den Einsatz von Kunststoffen, um die Nutzlast im Güterverkehr immer weiter zu erhöhen und die Transportunternehmen in ihrer Wirtschaftlichkeit zu unterstützen. Die BPW Bergische Achsen KG erhielt für das GFK-Luftfedermodul ECO Vision den von renommierten Fachzeitschriften unter Federführung des Kfz-Anzeigers verliehenen Trailer Innovationspreis.

Mit dem so genannten Innoclip gelang den Kunststoffspezialisten ein entscheidender Durchbruch in der Medizintechnik: Im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes in Zusammenarbeit mit dem spanischen Unternehmen Neos Surgery S.L. und der Institut für Verbundwerkstoffe GmbH, Kaiserslautern, entwickelte ADETE einen Kunststoff-Aneurysmen-Clip, mit dem ein Gehirn-Aneurysma dauerhaft behandelt werden kann. Ein Aneurysma ist eine krankhafte Aufweitung eines vorgeschädigten Blutgefäßes, das zu platzen droht und damit zu einer Hirnblutung führen kann. Der entwickelte Innoclip verhindert dies dauerhaft, vergleichbar dem Klemmprinzip einer Wäscheklammer. Er soll die bisher verwendeten Clips aus Metall ersetzen. Der Einsatz von Kunststoff bei dem Clip hat den entscheidenden Vorteil, dass vor allem Artefakte in der bildgebenden Diagnostik wie Röntgen (CT) und Kernspin (MRT) gänzlich vermieden werden können. Das Kaiserslauterer Unternehmen war im Wesentlichen verantwortlich für die Lastenhefterstellung, die systematische Bauweisenanalyse und die Detailkonstruktion mit numerischer Simulation des Klemmvorgangs. Darüber hinaus unterstützte es die Projektpartner mit seinem funktionsspezifischen Werkstoffwissen und verfahrenstechnischem Know-how. Das durch die Neuentwicklungen gewonnene Wissen wird zukünftig branchenunabhängig auch in andere Projekte einfließen.

Die ADETE GmbH stellt auf der COMPOSITES EUROPE 2015 in Halle 5, Stand D40 aus.

Die ADETE – Advanced Engineering & Technologies GmbH, Kaiserslautern, entstand vor gut fünfzehn Jahren als Hochschul-Ausgründung der Technischen Universität Kaiserslautern. Seit Jahresbeginn gehört das Unternehmen zur BPW Bergische Achsen Gruppe, Wiehl, und forciert dort Kunststoff-Leichtbau-Lösungen. Die Zugehörigkeit zu dieser Firmengruppe ermöglicht ADETE auch den Zugang zu erkennbar größer und internationaler werdenden Entwicklungsprojekten im zunehmend wachsenden Kunststoff- und Faserverbund-Bereich. Das Unternehmen erarbeitet für Kunden aus verschiedenen Branchen maßgeschneiderte Leichtbau-Lösungen aus geeigneten Kunststoffen mit und ohne Faserverstärkung. Das Team von Unternehmensgründer Dr. Markus Steffens ersetzt mit maßgeschneiderten, oft auch unkonventionellen Entwicklungen Metallwerkstoffe zugunsten leichterer und rationeller zu fertigenden Thermo- und Duroplast-Bauweisen. Hierbei stehen nicht ein bestimmter Kunststoff oder ein spezielles Fertigungsverfahren im Vordergrund, sondern die für die jeweilige Anforderung am besten geeignete Bauweise. Das Ergebnis können sowohl eine unverstärkte Spritzguss-Lösung als auch eine hoch feste Hochleistungs-Faserverbundstruktur sein.

Firmenkontakt
ADETE Advanced Engineering & Technologies GmbH
Dr. Markus Steffens
Opelstrasse 1a
67661 Kaiserslautern
06301-71 68 0
06301 – 71 68 29
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SÜDWEST Marketing- und Messeservice
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Zur Melkerei 48
66849 Landstuhl
06371/912 550
astrid.benkel@t-online.de
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ADETE – Innovative Lösungen in Kunststoff-Bauweise

ADETE  - Innovative Lösungen in Kunststoff-Bauweise
Neuartiger, röntgentransparenter Aneurysmen-Clip in vollständiger Kunststoff-Bauweise (Bildquelle: ADETE)

Der Kunststoff-Entwicklungsspezialist ADETE – Advanced Engineering & Technologies GmbH, Kaiserslautern, präsentiert zur diesjährigen COMPOSITES EUROPE zwei innovative Kunststoff- und Faserverbund-Leichtbau-Lösungen für zwei sehr unterschiedliche Branchen: Konkret handelt es sich um einen Aneurysmen-Clip für die Neurochirurgie sowie um ein GFK-Luftfedermodul für Nutzfahrzeuge. Damit stellt das international tätige Unternehmen ADETE erneut seine außerordentliche Kompetenz als hoch spezialisierter Entwicklungsdienstleister für Metallsubstitutionen auch für hoch belastete Bauteile unter Beweis. Das Tätigkeitsfeld reicht von bilateralen Projekten für die Gas- und Ölwirtschaft in Osteuropa über die Marine- und Fahrzeugtechnik bis hin zu internationalen Forschungsprojekten für die Medizintechnik. Seit Jahresbeginn ist ADETE eine Tochtergesellschaft der BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft und damit Teil der BPW Gruppe, einem des führenden Anbieter in der Nutzfahrzeugbranche. Dies erleichtert den Kaiserslauterern den Zugang zu erkennbar größer werdenden Entwicklungsprojekten im zunehmend wachsenden Kunststoff- und Faserverbundbereich ganz wesentlich.

Mit dem so genannten Innoclip gelang den Kunststoffspezialisten ein entscheidender Durchbruch in der Medizintechnik: Im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes in Zusammenarbeit mit dem spanischen Unternehmen Neos Surgery S.L. und der Institut für Verbundwerkstoffe GmbH, Kaiserslautern, entwickelte ADETE einen Kunststoff-Aneurysmen-Clip, mit dem ein Gehirn-Aneurysma dauerhaft behandelt werden kann. Ein Aneurysma ist eine krankhafte Aufweitung eines vorgeschädigten Blutgefäßes, das zu platzen droht und damit zu einer Hirnblutung führen kann. Der entwickelte Innoclip verhindert dies dauerhaft, vergleichbar dem Klemmprinzip einer Wäscheklammer. Er soll die bisher verwendeten Clips aus Metall ersetzen. Der Einsatz von Kunststoff bei dem Clip hat den entscheidenden Vorteil, dass vor allem Artefakte in der bildgebenden Diagnostik wie Röntgen (CT) und Kernspin (MRT) gänzlich vermieden werden können. Das Kaiserslauterer Unternehmen war im Wesentlichen verantwortlich für die Lastenhefterstellung, die systematische Bauweisenanalyse und die Detailkonstruktion mit numerischer Simulation des Klemmvorgangs. Darüber hinaus unterstützte es die Projektpartner mit seinem funktionsspezifischen Werkstoffwissen und verfahrenstechnischem Know-how. Das durch die Neuentwicklungen gewonnene Wissen wird zukünftig branchenunabhängig auch in andere Projekte einfließen.

Eine weitere Innovation stellt die Entwicklung eines neuartigen Luftfedermodul für schwere Nutzfahrzeuge in Kunststoffleichtbauweise für neun Tonnen Tragkraft dar. Gegenüber einem Luftfedermodul aus Metall ließ sich eine Gewichtsersparnis von mehr als 20 Prozent erzielen. Daraus ergibt sich bei einem Dreiachsaggregat eine Nutzlasterhöhung von über 200 Kilogramm. Bei der Entwicklung galt es vor allem, die hohen Beanspruchungen durch Lastwechsel, Erschütterungen, Stoßbelastungen durch unebene Fahrbahnen sowie Außeneinflüsse wie Steinschläge zu berücksichtigen. Eine hohe mechanische Robustheit war daher ein unbedingtes Muss. Dazu setzten die Kaiserslauterer ihre bewährte systematische Bauweisenanalyse und numerische Simulation ein, um die Auslegung sowie Funktionstüchtigkeit zu ermitteln und zu belegen. Aus diesen Kennzahlen entstand ein Lastenheft, das auch die Werkstoff- und Verfahrensauswahl sowie die Bauteileprüfung und die Kostenanalyse einschloss. Die BPW Gruppe setzt vermehrt auf den Einsatz von Kunststoffen, um die Nutzlast im Güterverkehr immer weiter zu erhöhen und die Transportunternehmen in ihrer Wirtschaftlichkeit zu unterstützen. Die BPW Bergische Achsen KG erhielt für das GFK-Luftfedermodul ECO Vision den von renommierten Fachzeitschriften unter Federführung des Kfz-Anzeigers verliehenen Trailer Innovationspreis.

Die ADETE GmbH stellt auf der COMPOSITES EUROPE 2015 in Halle 5, Stand D40 aus.

Die ADETE – Advanced Engineering & Technologies GmbH, Kaiserslautern, entstand vor gut fünfzehn Jahren als Hochschul-Ausgründung der Technischen Universität Kaiserslautern. Seit Jahresbeginn gehört das Unternehmen zur BPW Bergische Achsen Gruppe, Wiehl, und forciert dort Kunststoff-Leichtbau-Lösungen. Die Zugehörigkeit zu dieser Firmengruppe ermöglicht ADETE auch den Zugang zu erkennbar größer und internationaler werdenden Entwicklungsprojekten im zunehmend wachsenden Kunststoff- und Faserverbund-Bereich. Das Unternehmen erarbeitet für Kunden aus verschiedenen Branchen maßgeschneiderte Leichtbau-Lösungen aus geeigneten Kunststoffen mit und ohne Faserverstärkung. Das Team von Unternehmensgründer Dr. Markus Steffens ersetzt mit maßgeschneiderten, oft auch unkonventionellen Entwicklungen Metallwerkstoffe zugunsten leichterer und rationeller zu fertigenden Thermo- und Duroplast-Bauweisen. Hierbei stehen nicht ein bestimmter Kunststoff oder ein spezielles Fertigungsverfahren im Vordergrund, sondern die für die jeweilige Anforderung am besten geeignete Bauweise. Das Ergebnis können sowohl eine unverstärkte Spritzguss-Lösung als auch eine hoch feste Hochleistungs-Faserverbundstruktur sein.

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